Die Ernährung von älteren Hunden
Wenn Hunde in ihre letzte Lebensphase eintreten, ändern sich sowohl ihr Stoffwechsel als auch ihre Ernährungsanforderungen. Auch jetzt sollten Halter die Fütterung der Tiere genau planen.
Vorschläge zur Umstellung des Fressverhaltens
Mit dem Alter entwickeln Hunde einen geringeren Aktivitätsdrang. Sie brauchen nicht mehr so viel Auslauf und Beschäftigung wie vorher und genießen lange Ruhephasen. Auch ihre Verdauung verlangsamt sich. Insgesamt senkt sich der tägliche Energiebedarf deutlich. Trotzdem ist eine ausgewogene Ernährung mit genügend Nährstoffen und Mineralien nach wie vor ein Muss.
Halter sollten die Futtermengen nicht unbedingt reduzieren, sondern diese den Lebensumständen des Hundes anpassen. Anstelle der vorherigen ein bis zwei großen Mahlzeiten am Tag können bis zu vier kleine Portionen über den gleichen Zeitraum verteilt werden. Dies ist schonender für die Verdauung eines Althundes. Da diese langsamer abläuft, müssen Besitzer verstärkt darauf achten, ob das Tier Verdauungsstörungen oder Verstopfungen entwickelt.
Zutaten der Seniorennahrung
Das Futter für einen Althund sollte wenig Fett und Kalorien enthalten. Zu energiereiche Nahrung kann in Kombination mit dem geringeren Bewegungsdrang schnell zu Übergewicht führen. Dies kann den Kreislauf und das Herz beeinträchtigen. Allerdings sollten Fleisch und Knochen nicht gänzlich abgesetzt werden, da die darin enthaltenen Mineralien und tierischen Eiweiße für das Wohlergehen des Hundes immer noch sehr wichtig sind. Je nach Zustand des Gebisses empfiehlt es sich dickere Fleischbrocken zu zerkleinern. Ballaststoffe und Vitamine, die z.B. in Obst und Gemüse enthalten sind, sollten ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden.
Unter Anleitung eines Tierarztes können Halter das Seniorenfutter selbst zusammen stellen. Zudem gibt es speziell auf alte Hunde ausgerichtete Futtermischungen, die den Nährstoffbedarf abdecken.
Hinweis: Besonders wichtig ist eine stete Wasserzufuhr. Eine Schale mit frischem Wasser sollte immer bereit stehen. Haltern wird empfohlen das Trinkverhalten des Tieres zu kontrollieren. Dehydration kann alten Hunden schwer schaden. Ein Verweigern der Flüssigkeitsaufnahme kann außerdem auf weitere gesundheitliche Probleme hin deuten. Um den Wasserkonsum zu unterstützen, ist es empfehlenswert Trockennahrung durch Nassfutter zu ersetzen.